* 3. Webbilder *

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3. Webbild - Webfigur

Grobziel:

Erste Erfahrungen im Weben.

Voraussetzung für diese Aufgabe sind Erfahrungen der Schüler in der Verbindung von Fäden in einfachen Geweben wie das wechselseitige Unter- und Überqueren der Fäden. Dies kann auch durch einfache Flechtübungen mit Papierstreifen noch einmal verdeutlicht werden.
Ein ausgefallenes Projekt dazu ist der "lebende Webstuhl": Eine Gruppe webt mit Riesenbändern (selbstgeschnittene Stoffstreifen), so wird der eigentliche Webvorgang mit den Sinnen erlebt und erfahren. Ein Teil bildet die Kette (6 - 10), die anderen stellen abwechselnd die Schussfäden dar.

Pappweben

Eine gut für die Grundschule geeignete Webtechnik ist das "Pappweben" oder "Weben auf einer Pappe". Eine alte , einfache Technik die Wesentliches vermittelt und eine Reihe von Varianten und jeweils vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten auf verschiedenen Niveaustufen zuläßt. Als Pappmaterial kann Graupappe oder Wellpappe verwendet werden. Bei der stabileren Graupappe muß vorgelocht werden, während in den Wellpappe einfach hinein genäht werden kann.

Grundvariante:

Eine Pappe mit den gewünschten Maßen des Produktes (ca. + 1-2 cm auf jeder Seite) wird an den Rändern gelocht (Lochdurchmesser ca. 2mm), um die Kettfäden oder deren Halterung auf zu nehmen. Je geringer der Abstand, um so enger die Kette und um so dichter wird das Gewebe. Dann werden die Kettfäden direkt eingezogen, was doppelseitig oder auch nur einseitig erfolgen kann, oder es wird mit Vorstich (vorwärts und rückwärts) oder Stepstich eine Halterung für die Kettfäden um den Rand angebracht, an welcher dann die Kettfäden im gewünschten Abstand und in der gewünschten Richtung angebracht werden können. Das Verwenden einer Halterung hat den Vorteil einer besseren Möglichkeit des Lösens des Webproduktes von der Pappe - Durchschneiden des Halterungsfadens - und deren Wiederverwendbarkeit gegenüber dem zum Lösen notwendigen Zerschneiden der Pappe bei direktem Einzug der Kettfäden.

Variante 1 (Taschen- oder Gürtelweben):

Eine Verlängerung der Webfläche erreicht man dadurch, dass die Kettfäden über den unteren Rand doppelseitig (mit oder ohne Halterung) weiter geführt werden. Ebenso kann eine kontinuierliche Weiterführung der Schussfäden eine geschlossene Form schon durch das Weben ermöglichen.

Variante 2 (Weben nach vorgegebenen Formen):

Die verwendete Pappe wird in der gewünschten Form (Kreis, Fisch o.ä.) zugeschnitten und dann entsprechend der Grundvariante bearbeitet.

Variante 3 (bewegliche Kettfadengruppen):

Verwenden gelochter Pappstreifen oder gebohrter dünner Holzleisten für jeden einzelnen Kettfaden oder für eine ausgesuchte Kettfadengruppe. Man beachte dabei den notwendigen Spielraum (längere Kettfäden!). Jedoch ist diese Variante besser für offene Ketten (ohne Pappunterlage) geeignet.

Beispielaufgabe:

Weben einer Flachpuppe - Selbstdarstellung für ein Klassenbild:

Material: Werkzeuge:
  • Pappe (A5 oder A4)
  • Fadenmaterial (Perlgarn, dünnes Baumwoll- oder Wollgarn)
  • Streifen aus Stoffresten
  • Lochzange
  • Maßstab
  • Webschiffchen / Flechtnadel / große Stopfnadel
  • Webkamm / grober Kamm

Vorgehen:

  • Besprechen der Aufgabe, des notwendigen Materials und des Vorgehens.
  • Anzeichnen der Löcherreihen für die Kettfäden am oberen und unteren Rand der Pappe.
    Hinweise:
    • Je enger der Abstand, um so dichter das Gewebe des Bildes.
    • Die Breite der Kette (aller Kettfäden, bestimmt auch die Breite des Bildes (hier der Figurkörper).
    • Damit die Löcher nicht zu eng in einer Reihe stehen (Ausreißen), können sie auch in zwei versetzten Reihen angeordnet werden.
  • Einziehen der Kettfäden kann einseitig(nur Vorderseite), bringt schneller ein größere Dichte oder beidseitig(über Vor- und Rückseite) erfolgen.
  • Der Aufbau der Figur beginnt oben mit den Haaren, wobei für die Gestaltung der Frisur die Schussfäden (Wollfäden) überstehen und offen bleiben können. Die Fäden werden abwechselnd den Kettfäden über- und untergeordnet. Nach jeder Reihe wird der Faden mit dem Kamm oder etwas ähnlichem (leicht) angedrückt
  • Für den Kopf (Gesicht) wird ein Stoffstreifen oder Wollfaden von Reihen zu Reihe fortlaufend geführt und dann verflochten oder verknotet. Die Streifen/Fäden werden abwechselnd den Kettfäden über- und untergeordnet. Nach jeder Reihe wird der Streifen/Faden mit dem Kamm oder etwas ähnlichem (leicht) angedrückt.
  • In den ersten Reihen des Rumpfes werden lässt man die Streifen / Fäden an beiden Seiten für die Arme überstehen. Diese können später durch Zusammenbinden der Streifen oder Verdrehen der Fäden gestaltet werden. Beim Rumpf sollte möglichst fortlaufend gearbeitet werden. Beachtet den Wechsel von Oberteil zu Hose oder Rock.
  • Für die Beine und Schuhe erfolgt eine Halbierung der Kettfäden.
  • das Gesicht kann durch kleine Stoff- oder Filzreste gestaltet werden

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